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Fotografieren in Hanoi

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Hanoi ist chaotisch, laut und gnadenlos hektisch, doch die Stadt hat mich mit ihrem Charme fasziniert. Die vielen schmalen Gassen, die Seen und Parks, die Fülle an kleinen Cafés und Garküchen mit ihren kleinen Plastikstühlen, ruhigen Oasen und die niemals endenden Rollerschwärme hatten eine starke Anziehungskraft auf mich.
Aus fotografischer Sicht war Hanoi für mich eine einzige Fotolocation. An jeder Ecke gibt es ein Fotomotiv, wenn nicht eine Sehenswürdigkeit, dann war es der Strassenverkehr, die Menschen, Geschäfte und…und…und.

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Altstadt von Hanoi (Old Town)

Die interessanteste Gegend Hanois, in der übrigens auch die meisten Hotels, Gastronomie sowie Sehenswürdigkeiten sind, ist die Altstadt (Old Town). Hier kannst du das typische Hanoi entdecken, mit den schmalen Gassen voller Menschen und Rollern. Da geht es hektisch und geschäftig zu und es kann auch schnell mal anstrengend werden, sich durch die chaotischen Straßen zu bewegen. Allerdings ist es eine Erfahrung, die in Hanoi dazugehört! Hier findest du Straßenessen, etliche Märkte und Cafés.

Hanoi Strassencafe
Straßencafe in Hanoi



Hanoi Garküche
Hanoi Garküche
Hanoi Strassenverkaufswagen
Hanoi Strassenverkaufswagen
Hanoi schmale Gasse
Hanoi typische kleine Gasse
Hanoi Gasse bw

Hanoi Altstadt am Wochenende / Markt

Hanoi Weihnachtsstrasse
Hanoi Markt
Hanoi Wochenend Nachtmarkt
Hanoi Nachtmarkt
Ho Chi Minh Museum

Weitere Fotospots, die ich heute ergänzen würde

Wenn ich noch einmal nach Hanoi reisen würde, stünde ich deutlich früher auf. Am Hoan-Kiem-See lohnt sich der Sonnenaufgang gegen halb sechs morgens ungemein: Das Licht liegt golden über dem Wasser, der Turtle Tower schält sich aus dem Dunst und rundherum machen die Hanoier ihre Morgengymnastik – Tai Chi, Fächertänze, ein paar Runden Joggen dazwischen. Genau diese Szenen geben einem Foto erst die Seele, und um diese Uhrzeit hat man den See fast für sich allein.

Auch die Long-Bien-Brücke über dem Roten Fluss hätte einen eigenen Ausflug verdient. Sie ist eher etwas für den Abend: Zur blauen Stunde, kurz nach Sonnenuntergang, spiegelt sich der Himmel im Fluss und die alte Stahlkonstruktion bekommt eine ganz eigene, fast melancholische Stimmung.

Und dann ist da die inzwischen berühmte Train Street, die es zu meiner Zeit in Hanoi zwar schon gab, die aber heute deutlich bekannter – und strenger reguliert ist. Einfach auf die Gleise stellen und warten geht nicht mehr, der Zugang läuft mittlerweile ausschließlich über die Cafés entlang der Strecke, die dich rechtzeitig vor der Zugdurchfahrt bei sich Platz nehmen lassen. Ehrlich gesagt ist das auch besser so: Auf den engen Gleisen sind Stative bei der Windböe des vorbeirauschenden Zuges ohnehin eine schlechte Idee. Ein Weitwinkelobjektiv und ein handliches Setup reichen für die klassische Perspektive völlig aus, am besten kommst du gegen 17 oder 18 Uhr, wenn das Licht am schönsten ist.

Wer nach dem Trubel der Altstadt eine Verschnaufpause braucht, findet sie im Literaturtempel (Văn Miếu). Die fast tausend Jahre alte Tempelanlage mit ihrem imposanten Eingangstor bietet ruhige Architekturmotive, ganz ohne Rollerlärm.

Die beste Zeit zum Fotografieren

Was die Reisezeit angeht, hat sich für mich der Zeitraum zwischen Oktober und Januar als besonders dankbar herausgestellt. Die Luft ist klarer als in den schwülheißen Sommermonaten, morgens liegt oft ein leichter Nebel über den Seen, und das Licht wirkt insgesamt weicher. Grundsätzlich gilt aber, egal zu welcher Jahreszeit: Die erste und letzte Stunde Tageslicht schenken dir in Hanoi die schönsten Farben, mittags dagegen wird das Licht schnell hart und die Hitze drückend.

Ein paar praktische Tipps aus heutiger Sicht

Ein Punkt, der mir heute wichtiger ist als damals: Bevor ich Menschen auf der Straße fotografiere, suche ich kurz Blickkontakt – ein Lächeln, ein Nicken, und meistens bekomme ich beides zurück. Bei älteren Menschen, Marktverkäuferinnen oder Kindern frage ich lieber kurz nach, bevor ich abdrücke, das kommt in Vietnam fast immer gut an. Und auch wenn Hanoi mir persönlich stets sicher vorkam, sollte die Kamera in den vollen Gassen der Altstadt und auf den Märkten nicht locker über der Schulter baumeln, sondern eng am Körper bleiben – die Taschendiebe dort sind geübt.

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