Amsterdam zählt zu den beliebtesten Städten Europas, wenn es um Ziele für eine Städtereise geht. Mich hat die Stadt begeistert, auch wenn ich nur rund einen Tag zur Verfügung hatte. Denn du kannst viele Sehenswürdigkeiten und Highlights zu Fuß oder mit dem Fahrrad schnell erreichen.
Auch mir hat Amsterdam sehr gut gefallen. Am Anfang musste ich mich erst an die vielen Radfahrer gewöhnen.
Öffentlicher Nahverkehr
Für Bus, Tram und Metro nutze ich die GVB-Tageskarte – sie kostet 10 € für 24 Stunden und lohnt sich, sobald du mehr als zwei, drei Fahrten planst. Wer zusätzlich mehrere Museen besuchen und eine Grachtenfahrt inklusive haben möchte, für den rechnet sich oft die I amsterdam City Card: Sie startet bei 67 € für 24 Stunden, deckt dafür GVB-Fahrten, eine Bootstour und den Eintritt zu zahlreichen Attraktionen ab.
Amsterdam Sehenswürdigkeiten
Die niederländische Hauptstadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, die du einfach gesehen haben musst! Hier zeige ich dir die schönsten Attraktionen und meine persönlichen Highlights in Amsterdam. Leider konnte ich auf Grund der Kürze meines Besuch nicht alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besuchen.
Der Grachtengürtel
Die Hauptstadt Amsterdam ist weltberühmt für seine Grachten. Wie ein Netz wird die Stadt von ihren Wasserstraßen durchzogen. Sie hat sogar mehr Kanäle als Venedig. Die vier Hauptgrachten Singel, Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht (von innen nach außen) verlaufen halbkreisförmig um die Innenstadt. Deshalb nennt man dies auch „Grachtengürtel“. Von den 165 Grachten sind insgesamt 80 km befahrbar.
Du kannst hier also zahlreiche Stunden damit verbringen, durch die Grachten zu schlendern und die sich in alle Richtungen neigenden alten Kaufmannshäuser zu bewundern.
Biege abseits der vier Hauptgrachten in die kleineren Nebengrachten ab. Hier empfand ich die Stimmung noch viel idyllischer.
Wenn ich nur einen Tag Zeit habe, starte ich früh – Amsterdam belohnt Frühaufsteher. Ich beginne im Rijksmuseum, das um 9 Uhr öffnet. Für die Nachtwache von Rembrandt und die anderen Meisterwerke reichen zwei bis drei Stunden, das Ticket (rund 24 €) lässt sich ausschließlich online buchen – ohne Vorbestellung stehst du hier schnell in einer langen Schlange.
Danach zieht es mich in den Vondelpark, Amsterdams grüne Lunge, entweder zu Fuß oder mit dem Rad. Wer wie ich unterwegs Hunger bekommt, findet in den Foodhallen – Eintritt frei – über zwanzig Stände, von Bitterballen bis Sushi. Genau hier merkt man, wie divers die Stadt inzwischen kulinarisch geworden ist.
Am Nachmittag lohnt sich das Anne-Frank-Haus. Ich muss zugeben: Die Tickets (16 €) waren schneller vergriffen, als ich dachte – buche unbedingt einige Wochen im Voraus, sonst stehst du vor verschlossener Tür. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zurück zu den Grachten, wo ich dann meine Bootstour eingeplant hatte (mehr dazu weiter unten).
Grachtenfahrt
Eine gute Möglichkeit Amsterdam kennenzulernen, ist eine Grachtenfahrt mit dem Boot. Ich hatte mich für eine Fahrt am frühen Abend entschieden. Leider habe ich einen Fehler gemacht. Natürlich wollte ich vom Boot aus filmen. Mein Boot hatte ein Dach und ich konnte nur aus einem kleinen Seitenfenster filmen, was meine Aufnahmen einschränkte.
Mein FotoTipp: Buche bei schönem Wetter ein Schiff das offen ist, um besser Filmen- und Fotografieren zu können.

Altstadt & das Rotlichtviertel De Wallen
Das Herz Amsterdams ist das Rotlichtviertel De Wallen und die Altstadt (Oude Centrum). Hier begann einst die Geschichte der Stadt – und das spürt man an jeder Ecke: enge Gassen, schiefe Häuser mit kunstvollen Giebeln, kleine Grachten und Kopfsteinpflaster, das schon Generationen von Füßen gesehen hat.
Für viele Touristen ist ein Besuch von De Wallen eines der Highlights von Amsterdam – nicht nur wegen der berüchtigten roten Fenster, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre zwischen Geschichte, Gegenwart und einem Hauch von Rebellion.
Ich empfand es sowohl tagsüber als auch am Abend als sicher. Natürlich gilt wie überall: Mit gesundem Menschenverstand unterwegs sein, Wertsachen im Blick behalten und sich nicht in allzu dunkle Gassen schlagen, die einem ein mulmiges Gefühl geben – aber insgesamt ist das Viertel gut besucht, belebt und polizeilich präsent.
Abseits der „roten“ Schaufenster gibt es übrigens auch viel Kultur zu entdecken: die imposante Oude Kerk (älteste Kirche Amsterdams), charmante kleine Cafés, kuriose Museen (wie das Erotikmuseum oder das Hash Marihuana & Hemp Museum) und viele Möglichkeiten zum entspannten Bummeln.
Tipp: Wer das Rotlichtviertel etwas ruhiger erleben möchte, kommt am besten am Vormittag oder frühen Nachmittag – dann ist es noch nicht so überlaufen und man kann die historischen Gebäude ganz in Ruhe auf sich wirken lassen.


Ein besonderer Tipp zum Fotografieren im Rotlichtviertel: Achte bitte unbedingt darauf, keine Frauen in den Fenstern zu fotografieren. Das ist nicht nur respektlos, sondern kann dir auch echten Ärger einbringen. Ich habe das selbst miterlebt: Ein Mann kurz vor mir hat mit dem Smartphone gefilmt – und die Frauen haben sofort lautstark protestiert. Und das völlig zurecht. Also: Kamera oder Handy lieber stecken lassen und die Eindrücke mit den Augen speichern.

Die Stadt schränkt seit 2007 immer mehr die Anzahl der Rotlichtfenster ein, um das Viertel zu „säubern“. Anscheinend hauptsächlich aufgrund der hohen Kriminalität von Zuhältern, Dealern und Geldwäschern. Seit 2013 müssen Rotlichtfenster zudem zwischen 4 – 9 Uhr geschlossen werden. Das Mindestalter der Prostituierten wurde auf 23 Jahre heraufgesetzt.
Für mich ist das Rotlichtviertel und die Altstadt eher zum Ausgehen für Leute die nichts mit dem Rotlicht am Hut haben. Hier findest du mittlerweile schicke Bars, Restaurants und Galerien.
In dieser Gegend ist immer viel los. Egal ob am Tag oder Nacht. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden sich hier und können in kurzen Distanzen zu Fuß erreicht werden.
Und wenn du am Abend noch Hunger hast: Probier unbedingt Bitterballen und ein Stroopwafel direkt vom Marktstand – frisch und warm schmecken sie noch mal so gut wie kalt aus der Packung.

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Dieser Beitrag wurde im Juli 2026 aktualisiert und um aktuelle Preise sowie zusätzliche Sehenswürdigkeiten ergänzt.
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