San Francisco hat mich vom ersten Besuch an verzaubert. Diese einzigartige Stadt an der Westküste der USA vereint Kultur, Geschichte und atemberaubende Natur auf eine Art, die ihresgleichen sucht. Ich möchte meine persönlichen Highlights mit euch teilen – von den berühmten Painted Ladies bis zur mysteriösen Gefängnisinsel Alcatraz. Diese Orte sind nicht abschließend und bei meinem nachten Besuch werden noch einige Dazukommen wie z.B. der Japanische Garten.
Die berühmten Painted Ladies – Viktorianische Pracht in Pastell
Mein erster Stopp führte mich zu den weltberühmten Painted Ladies am Alamo Square. Diese bunten viktorianischen Häuser sind nicht nur ein Instagram-Hotspot, sondern auch ein faszinierendes Stück Architekturgeschichte. Die sechs Häuser in Pastelltönen vor der Skyline von San Francisco zu sehen, war schon ein besonderer Moment.
Anfahrt: Mit der Muni-Linie 21 bis zur Haltestelle „Hayes St & Steiner St“ oder mit den Linien 5, 7, 21, 22 bis „Fulton St & Steiner St“. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Alamo Square Park.
Der beste Spot für Fotos ist übrigens der Alamo Square Park gegenüber – hier könnt ihr euch auf die Wiese setzen und das Panorama genießen. Die gezeigten Fotos wurden vom Alamo Square Park aufgenommen.


Golden Gate Bridge – Das Wahrzeichen schlechthin
Kein San Francisco-Besuch ohne die Golden Gate Bridge! Diese 2,7 Kilometer lange Hängebrücke ist einfach spektakulär. Ich empfehle euch, sowohl bei Tag als auch bei Sonnenuntergang hinzufahren – der Anblick ist jedes Mal magisch.
Anfahrt: Mit der Muni-Linie 28 oder 29 bis „Golden Gate Bridge Toll Plaza“. Alternativ könnt ihr den Bus 101 von der Innenstadt nehmen.
Tipp: Für die beste Aussicht fahrt zur Marin Headlands auf der anderen Seite der Brücke oder besucht den Crissy Field für Fotos von unten.
Website: goldengatebridge.org

Fisherman’s Wharf – Touristisch, aber trotzdem sehenswert
Ja, Fisherman’s Wharf ist sehr touristisch. Aber die Atmosphäre, der Duft von frischem Seafood und die Seelöwen am Pier 39 haben auch mich als erfahrenen Reisenden begeistert. Ein kulinarisches Highlight: Die Clam Chowder in den Sourdough-Brotschalen!
Pier 39 – Entertainment pur
Anfahrt: Mit den Muni-Linien F, 8, 10, 12, 20, 30, 39, 47 bis „Beach St & Stockton St“ oder mit der historischen F-Linie (Streetcar) direkt zum Pier.
Am Pier 39 tummeln sich hunderte von Seelöwen, die sich hier seit 1989 niedergelassen haben. Die Shops und Restaurants sind zwar touristisch, aber durchaus unterhaltsam. Der Blick auf die Bay und Alcatraz ist fantastisch. Stimmungsvolle Fotos machst Du in der Blauen Stunde oder zur Goldenen Stunde.
Website: pier39.com
Telegraph Hill und Coit Tower – Aussicht der Extraklasse
Der Aufstieg zum Telegraph Hill hat es in sich, aber die Belohnung ist unbezahlbar. Der 64 Meter hohe Coit Tower bietet eine der besten Aussichten auf San Francisco und die Golden Gate Bridge. Die Wandmalereien im Inneren des Turms sind ein Bonus und eignen sich für schöne Fotos..
Anfahrt: Mit der Muni-Linie 39 bis „Lombard St & Kearny St“, dann zu Fuß den steilen Weg hinauf. Alternativ könnt ihr die Filbert Steps nehmen – ein malerischer Treppenweg durch wunderschöne Gärten.
Eintritt Coit Tower: Etwa 10 USD für die Aussichtsplattform
Der Aufstieg ist anstrengend, Du wirst mit tollen Fotos belohnt – ein echtes Highlight!
Hier wurden. unter anderem die „Strassen von San Francisco“ (u.a. mit Karl Malden und Michael Douglas) gedreht.


Cable Cars – Fahrt mit der rollenden Sehenswürdigkeit
Die Cable Cars sind nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern eine Attraktion für sich. Ich empfehle die Powell-Hyde-Linie, die euch vorbei an den kurvenreichsten Straßen der Welt führt.
Anfahrt: Die drei Linien starten an verschiedenen Punkten: Powell-Hyde und Powell-Mason am Union Square, California Line an der California St & Market St.
Fahrpreis: 8 USD pro Fahrt (Stand 2024)
Tipp: Kommt früh am Morgen oder kauft vorab ein Tagesticket, um die langen Warteschlangen zu vermeiden.
Website: sfcablecar.com

Haight-Ashbury – Auf den Spuren der Hippie-Bewegung
Das legendäre Haight-Ashbury-Viertel war das Epizentrum der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre. Noch heute findet ihr hier authentische Vintage-Läden, Second-Hand-Shops und Plattenläden, die das Flair der Flower-Power-Ära ausstrahlen.
Anfahrt: Mit den Muni-Linien 6, 7, 33, 37, 43, 66, 71 bis „Haight St & Ashbury St“.
Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang entlang der Haight Street zwischen Masonic und Stanyan Street. Hier reihen sich bunte viktorianische Häuser aneinander, und in den Shops findet ihr alles von Tie-Dye-Shirts bis zu rare Vinyl-Platten.
Must-see: Das Kreuzung Haight & Ashbury mit dem berühmten Straßenschild – perfekt für ein Erinnerungsfoto.





Alcatraz – Die berüchtigte Gefängnisinsel
Der Höhepunkt meiner San Francisco-Reise war definitiv der Besuch auf Alcatraz. Die ehemalige Gefängnisinsel mit ihren berüchtigten Insassen wie Al Capone erzählt eine faszinierende Geschichte.
Anfahrt: Fähren starten vom Pier 33 (Alcatraz Landing). Mit den Muni-Linien 8, 10, 12, 39, 47 bis „Beach St & Stockton St“, dann kurzer Fußweg zum Pier.
Tickets: Unbedingt im Voraus buchen! Preise ab ca. 45 USD für Erwachsene.
Die Audio-Tour mit Originalstimmen ehemaliger Insassen und Wärter ist absolut empfehlenswert. Plant mindestens 2-3 Stunden für den Besuch ein.
Fototipp: Buche eine Bay Cruise Fahrt in die Blaue Stunde. Die Fahrt mit dem Boot dauert ca 60 Minuten und Du kannst stimmungsvolle Fotos der Skyline, der Golden Gate Bridge sowie Alcatraz machen.
Website: alcatrazcruises.com





Lombard Street: Kurvenrausch zu Fuß erleben
Fast jeder kennt das klassische Foto der acht engen Kurven mit ihren prächtigen Hortensienbeeten. Aber statt nur unten zu stehen und die Kamera hochzuhalten, solltest du die „kurvenreichste Straße der Welt“ (die sie eigentlich gar nicht ist, aber egal!) aktiv bezwingen.
- Das Erlebnis: Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, ist die Fahrt hinunter ein kleiner Adrenalinkick – Fuß auf die Bremse und kurbeln! Aber noch besser ist es zu Fuß: Geh die Treppen an den Seiten der Fahrbahn hinunter. Nur so merkst du, wie steil San Francisco wirklich ist, und kannst einen Blick in die versteckten, wunderschönen Vorgärten der Anwohner werfen.
- Insider-Tipp: Die meisten Touristen drängeln sich am unteren Ende (Leavenworth Street). Geh stattdessen zum oberen Ende an der Hyde Street. Von dort hast du nicht nur den Start der Kurven, sondern auch einen genialen Blick rüber zum Coit Tower und auf die Bucht, während die Cable Car direkt hinter dir rattert.


Ferry Building: Der Marktplatz für alle Sinne
Viele Fotografen knipsen nur den Uhrenturm von draußen und ziehen weiter. Ein riesiger Fehler! Das Ferry Building ist die „Küche“ von San Francisco. Hier geht es nicht um die Optik, sondern um erstklassige lokale Produkte. Früher war es ein reines Fährterminal, heute ist es eine Markthalle, die den 1906er Erdbeben und dem Autobahnbau getrotzt hat.
- Das Erlebnis: Mach eine „Fress-Tour“ (Food Crawl) durch die Halle. Starte mit handgemachten Empanadas bei El Porteño, hol dir den cremigsten Käse bei der Cowgirl Creamery und beende es mit einem Eis bei Humphry Slocombe (Tipp: die Sorte „Secret Breakfast“ mit Bourbon und Cornflakes probieren!).
- Beste Zeit: Wenn du es authentisch magst, komm am Dienstag- oder Samstagmorgen. Dann findet rund um das Gebäude der berühmte Farmers Market statt. Hier kaufen die Spitzenköche der Stadt ihre Zutaten – und du kannst dich durch die frischesten Früchte Kaliforniens probieren.
- Atmosphäre: Setz dich mit deinem Essen auf die Bank hinter dem Gebäude, schau den Fähren beim An- und Ablegen zu und genieße den Blick auf die Bay Bridge – ganz ohne Stress.


Golden Gate Park: Größer als der Central Park
Viele unterschätzen, wie riesig dieser Park ist. Man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen, ohne sich zu langweilen.
- Das Erlebnis: Es kommt drauf an, worauf du Lust hast.
- Kultur: Die California Academy of Sciences (mit dem Regenwald im Gebäude!).
- Zen: Der Japanese Tea Garden (perfekt für eine Teepause).
- Kurios: Die Bison-Herde auf der Weide besuchen. Ja, echte Bisons.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte man für San Francisco einplanen? Mindestens 4-5 Tage (3-4 Nächte), um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entspannt zu erkunden. Eine Woche ist ideal, um auch die Umgebung zu entdecken.
Welches öffentliche Verkehrsmittel ist am besten? Die Muni (San Francisco Municipal Transportation Agency) deckt mit Bussen, Streetcars und Cable Cars die ganze Stadt ab. Ein 3-Tage-Pass für etwa 35 USD lohnt sich.
Wann ist die beste Reisezeit? Mai bis Oktober bietet das wärmste und sonnigste Wetter. Der Sommer kann überraschend frisch und neblig sein.
Braucht man warme Kleidung? Auf jeden Fall! Auch im Sommer kann es abends frisch werden. Das Zwiebelprinzip ist in San Francisco dein bester Freund.
Ist Alcatraz auch für Kinder geeignet? Ja, aber die Geschichte ist teilweise düster. Daher nur bedingt geeignet aus meiner Sicht.
Wie teuer ist San Francisco? Die Stadt gehört zu den teuersten der USA. Plant etwa 100-150 USD pro Tag und Person für Unterkunft, Essen und Aktivitäten ein.
Deine San Francisco-Reise wartet auf dich!
San Francisco hat mich mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und natürlicher Schönheit völlig verzaubert. Jeder der Orte, die ich besucht habe, hatte seinen ganz eigenen Charme und seine eigene Geschichte zu erzählen.
Plant jetzt eure eigene San Francisco-Reise! Bucht eure Flüge, reserviert rechtzeitig eure Alcatraz-Tickets und packt warme Kleidung ein. Diese faszinierende Stadt wird euch genauso begeistern wie mich.
Habt ihr schon einmal San Francisco besucht? Schreibt mir in den Kommentaren von euren Lieblings-Spots oder stellt eure Fragen – ich helfe gerne bei der Reiseplanung!














